Unternehmensgeschichte

Vom Sargtischler zum Modernen Dienstleister

Bestattungskutsche

Mein Urgroßvater, Leberecht Sprenger, gründete am 01.September im Jahre 1900 als Tischlermeister eine Tischlerei in Boitzenburg/Uckermark. Wie es zu dieser Zeit und Jahrzehnte später noch üblich war, fertigte der Tischler unter anderem auch Särge aus Kiefern- oder Eichenholz aus den heimischen Wälder. Zur Aufgabe gehörte es auch, dass die Särge ins Haus geliefert wurden und der Verstorbene im Kreis der Familie eingebettet und zum Friedhof gefahren wurde. Damals noch mit Pferd und Wagen. Dieser historische Leichenwagen befindet sich heute noch im Besitz der Familie Sprenger in Boitzenburg.

Als Nachfolger von Leberecht übernahm im Jahre 1930 mein Großvater Hans Sprenger die Geschäfte bis er dann zum Kriegsdienst verplichtet wurde. In den Zeiten von Krieg und Gefangenschaft mußte Oma Anna die Geschäfte mit 2 tüchtigen Gesellen weiter führen, was wohl auch nicht immer leicht für sie gewesen sein muß, neben Haushalt und der Erziehung von Zwillingen.

Opa Hans kam aus der Gefangenschaft zurück und brachte seinem Sohn Jürgen Sprenger das Tischlerhandwerk bei, welches er bis zu seinem Tode, in der eigenen Werkstatt bis 1991 ausübte.
Und immer noch wurden Eichensärge in der Tischlerei traditionell gefertigt. Aus der Fabrik wurden die Kiefernsärge dazu gekauft, die in mühevoller Kleinarbeit, mit Leisten versehen, gestrichen, lackiert und mit den nötigen Tragegriffen und schöner Innenausstattung versehen wurden.
Selbstverständlich wurde ausgeliefert und der Verstorbene eingebettet und zum Friedhof gefahren, damals noch mit einem Barkas B 1000, welcher zu DDR Zeiten nur über Umwege zu beschaffen und auch zu unterhalten war.

Das alles muß mich so fasziniert haben, so dass ich nach Schulschluß fast jeden Tag in der Werkstatt war und mithelfen durfte., so dass ich dann auch den Beruf des Tischlers erlernt und meinen Handwerksmeisterabschluß erfolgreich absolvierte.

Fenster und Türen herstellen ist das eine, aber die Organisation einer Bestattung, die einfühlsame Tätigkeit mit den Hinterbliebenen sowie der pietätvolle Umgang mit den Verstorbenen, das ist die eigentliche Berufung meines Daseins.

Nebenbei immer das Hobby “Musik“.
Die Klangwelt der Orgel hält mich bis heute gefesselt und so bin ich an vielen Sonntagen zum Spiel der Orgel zu den Gottesdiensten oder zu kirchlichen Trauerfeiern an zu treffen.

Nach 12 jähriger Tätigkeit als Ausbilder im Tischlerhandwerk an verschiedenen Einsatzorten und nebenbei oder an den Wochenenden immer als Bestatter arbeitend, ergab sich im Sommer 2014 die Gelegenheit, das alte Bestattungshaus „Giegler“ in Templin zu übernehmen.
Da zögerte ich nicht lange, renovierte kräftig und habe meinen Hauptsitz seit dem 01.September 2014 in Templin in der Mühlenstraße 18. Für Hinterbliebene, die aus der Umgebung von Boitzenburg kommen, stehe ich , wie meine Vorfahren, weiterhin in Boitzenburg in der August-Bebel-Str. 10 zur Verfügung.
Seit dem 01. April 2016 sind wir in unseren modernen Geschäfträume in der der Mühlenstraße 17 zu finden.

Nach telefonischer Absprache berate ich Sie auch gerne in Ihrem vertrauten zu Hause.